Kinga Głyk & Band
Kinga Głyk, eb
Rodney Barreto, dr
sax tbc
keys tbc
Kinga ist die Tochter des Vibraphonisten und Schlagzeugers Irek Głyk, der sie nicht nur dazu ermutigte, Musikerin zu werden, sondern auch früh Live-Auftritte für die Familienband organisierte, sobald sie etwas sicherer am Bass war. Bereits mit zwölf Jahren spielte sie gemeinsam mit ihrem Vater und ihrem Bruder Patryk, der Schlagzeuger ist, in der Familienband Głyk P.I.K. Trio. Ihre größte Inspiration als Bassistin sieht sie im melodischen und erzählerischen Spiel von Jaco Pastorius.
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„Jaco Pastorius ist mein Held. Er war der erste Bassist, der mich dazu inspiriert hat, selbst Bass zu spielen. Ich habe großen Respekt für seine Musik und bewundere seine Spielweise. Schon als kleines Mädchen habe ich mir vorgestellt, Bassistin zu sein, und wusste immer, dass ich dieses Instrument spielen möchte. Für mich ist es das beste Instrument der Welt!“
Mit 18 Jahren veröffentlichte Głyk ihr erstes Album unter eigenem Namen, „Rejestracja“. Nach Auftritten mit ihrem eigenen Trio bei Festivals wie den Stuttgarter Jazz Open und dem Festival da Jazz in St. Moritz folgte 2016 ihr zweites Album „Happy Birthday“, eine Live-Aufnahme aus dem Teatr Ziemi Rybnickiej in Rybnik. Ihre YouTube-Videos – darunter eine Soloversion von Eric Claptons „Tears in Heaven“ – erreichten Hunderttausende Klicks und steigerten ihre Bekanntheit. Das „heute journal“ bezeichnete sie als „die große Hoffnung des europäischen Jazz“ und Głyk erhielt einen Vertrag bei Warner Music.
2017 erschien ihr drittes Album „Dream“ bei Warner, aufgenommen mit einem internationalen Quartett, zu dem unter anderem der Saxophonist Tim Garland, der Pianist Nitai Hershkovits und der Schlagzeuger Gregory Hutchinson gehörten. Am 8. November 2017 trat sie bei den Leverkusener Jazztagen auf.
Am 1. November 2019 veröffentlichte Głyk ihr viertes Album „Feelings“ in Triobesetzung mit Paweł Tomaszewski und Calvin Rodgers, ebenfalls bei Warner Music. Tomaszewski übernahm auch die Produktion. Das Album enthält Gastauftritte von Basslegende Marcus Miller, dem Keyboarder Brett Williams, den Electronica-Künstlern Anamalie und dem Gitarristen Mateus Asato.
Am 23. Januar 2020 präsentierte Głyk „Feelings“ live im Pariser Jazzclub New Morning. Das Konzert mit den Keyboardern Paweł Tomaszewski und Arek Grygno sowie dem niederländischen Schlagzeuger Yoràn Vroom wurde vom Fernsehsender Mezzo TV aufgezeichnet und ausgestrahlt.
Am 25. August 2022 trat Głyk gemeinsam mit der hr-Bigband in Frankfurt am Main auf.
Ihr Album „Real Life“ wurde 2023 von Michael League koproduziert und 2024 ebenfalls bei Warner veröffentlicht. Dabei wirkten Musiker wie Robert „Sput“ Searight, Casey Benjamin, Brett Williams, Nicholas Semrad, Julian Pollack, Celeb Sean McCambell und Grégoire Maret mit. Seit November 2023 tourt sie durch zahlreiche Länder Europas, darunter Italien, Polen, Estland, Lettland, Tschechien, Bulgarien, die Niederlande, Rumänien, Frankreich, die Slowakei, Dänemark und Deutschland. Außerdem ist sie in Südamerika und den USA auf Tour, unter anderem beim GroundUP Music Festival 2024 und im The Cafe Wha? in New York City.
Auszeichnungen und Nominierungen
Für ihr Debütalbum „Rejestracja“, das sie selbst produzierte und veröffentlichte, wurde Głyk 2015 von der polnischen Musikindustrie als Jazz-Bassistin des Jahres sowie als Entdeckung des Jahres ausgezeichnet. 2020 erhielt sie den Grand Prix in der Kategorie „New Hope“ beim Jazz Melomani 2019. 2021 war sie in der Kategorie „String Instruments International“ für den Deutschen Jazzpreis nominiert und erhielt zudem den polnischen Musikpreis Koryfeusz.