Stolen Moments – dies ist der ungewöhnliche Titel der 26. Hildener Jazztage.

“In einer Welt des Friedens und der Liebe wäre Musik die universelle Sprache.”
(Henry David Thoreau, amerikanischer Schriftsteller und Philosoph)

“Stolen Moments” – so lautet der Titel unseres diesjährigen Festivals: Fünf Tage lang erleben wir Momente des Zuhörens und Innehaltens. Aber auch Augenblicke unbeschwerter Lebensfreude. Gestohlene Momente in schwierigen Zeiten. Ganz besonders freue ich mich auf das Konzert der ukrainischen Vokalistin Tamara Lukasheva, die in Odessa geboren wurde. Unser Mitgefühl und unsere Solidarität gilt allen Menschen in ihrer Heimat, die unter den furchtbaren Folgen des Krieges leiden. Ein weiteres Highlight: Der Auftritt von Sängerin Roberta Gambarini aus New York, die uns mit ihrem international besetzten Quartett am Samstagabend im Foyer der Stadthalle begeistert. Ich wünsche uns allen entspannte und zuversichtliche Stunden bei den 26. Hildener Jazztagen. Peter Baumgärtner & Team Programmübersicht: Mittwoch, 15. Juni 2022 Traditionell beginnt das Festival im Kunstraum Gewerbepark-Süd an der Hofstraße 64. Um 20 Uhr verzaubern Starpianistin Julia Hülsmannn und ihr Quartett das Publikum unter anderem mit Klängen, die zwischen maximaler Entschleunigung und irrlichternder Intensität mäandern. Über ihr Album “Not Far From Here” hieß es in der Sendung “Kulturwelt” des Bayerischen Rundfunks: “Jazz, so traumwandlerisch wie streng: Julia Hülsmann und ihre Mitspieler erkunden das Missverständnis als Chance und die Reduktion als Gewinn. Das ist nicht nur faszinierend, sondern schlicht und einfach wunderschön.“

Ein grosses Highlight wird u.a. sicherlich der Auftritt der großartigen, in NYC lebenden Sängerin, Roberta Gambarini, mit ihrem international besetzten Quartett, am Samstagabend im Foyer der Stadthalle sein. „Ab und zu taucht eine wirklich große Sängerin auf, welche die Schönheit, Individualität und das Talent besitzt, um uns wieder einmal an die magische Majestät der menschlichen Stimme zu erinnern." (Pressezitat)

Die Jazz-Saison startet am Mittwoch, den 15. Juni um 20:00 Uhr auf seit nunmehr 25 Jahren betretenen Pfaden, traditionell im Kunstraum, Gewerbepark-Süd, Hofstraße 64, 40723 Hilden. Hier eröffnet die deutsche Starpianistin Julia Hülsmannn mit ihrem Quartett die musikalischen Tage. Bayerischer Rundfunk, „Kulturwelt“ vom 31.10.2019: „Jazz, so traumwandlerisch wie streng: Julia Hülsmann und ihre Mitspieler erkunden im Album "Not Far From Here" das Missverständnis als Chance und die Reduktion als Gewinn. Das ist nicht nur faszinierend, sondern schlicht und einfach wunderschön.“

Am Donnerstag, den 16. Juni gibt es gleich vier Konzerte.
Um 14:30 Uhr gastiert der wunderbar swingende italienische Ausnahme- Saxophonist, Matte Raggi, im Park des Haus Horst, Horster Allee. Und zwar gemeinsam im Quartett mit den bekannten deutschen Kollegen Thomas Rückert (p), Walfried Böcker (b) und Niklas Walter (dr).

Im Anschluss um ca. 16:15 Uhr gibt sich die niederländische Jazzlady Masha Bijlsma im Quintett die Ehre. Special Guest ist einer der wichtigsten europäischen Posaunisten, Ilja Reijngoud. Sein samtweicher Sound mischt sich wunderbar mit Mashas warmer Stimme und gibt den Melodie-Linien eine faszinierende, fast geheimnisvolle Dimension.

Um 18:30 Uhr ertönt in der Reformationskirche auf der Mittelstraße „Berg-Musik, die bei den Zuhörer:innen das schönste Echo auszulösen vermag…“
Ein Weltmeister des Blechs und eine Fee der Stimme – so kann man das Zusammenspiel von Matthias Schriefl und Tamara Lukasheva beschreiben. Matria verbindet verschiedene süddeutsche Volksmusikarten (z.B. Jodler, Almlieder, Zwiefacher) mit ukrainischer Volksmusik. Ein groovendes Alphorn, gepaart mit dem Gesang der ukrainischen Karpaten – Improvisation und Freiheit mit Tradition aus beiden Ländern.
„Noch sind der Ukraine Ruhm und Freiheit nicht gestorben, noch wird uns lächeln, junge Ukrainer, das Schicksal. Verschwinden werden unsere Feinde wie Tau in der Sonne, und auch wir, Brüder, werden Herren im eigenen Land sein“, lautet die erste Strophe der ukrainischen Nationalhymne.
Die Welt ist seit dem 24. Februar nicht mehr so, wie sie zuvor einst war. Matria macht Musik, die zu einer Zuflucht wird, die Menschen verbindet – in einer Weltlage, die erst zögerlich in der Alltagsnormalität vieler Menschen ankommt und jeden Tag aufs Neue das bis dahin Vorstellbare sprengt.
Tamara hatte 2016 mit dem Duo Matria ihre erste CD-Veröffentlichung auf dem deutschen Markt. 2017 hat sie den Deutschen Jazzpreis in Osnabrück mit ihrem Quartett und 2021 den WDR-Jazzpreis für Komposition gewonnen.
Tamara Lukasheva (p, voc) / Matthias Schriefl (trp, flgh, tu, euph, elph, voc, akk)

Das vierte Jazzkonzert findet um 20:30 Uhr in der Gottschalksmühle, Mühle 64 statt. Einer der bekanntesten deutschen Gitarristen, Norbert Scholly (u.a. WDR Big Band), präsentiert mit seinem Organ Trio Musik, die sich aus der vielfältigen Erfahrung und den stilistischen Vorlieben der einzelnen Musiker speist. Alle drei Musiker sind hochrespektierte Instrumentalisten der aktuellen Musikszene.
Norbert Scholly (guit) / Jean-Yves Jung (org, comp) / Hendrick Smock (dr)

Eine der skurrilsten, schönsten und interessantesten Locations in unserer Gegend ist der Spielort QQTEC. Dort startet am Freitag, den 17. Juni um 19:30 Uhr das Quartett um den Ausnahmetrompeter Maik Krahl. Das sind die Worte seines ehemaligen Professors, Till Brönner, zu seinem neusten Album: „Es macht riesigen Spaß, Maik Krahl und seinen Künstlerkollegen auf “Fraction“ zu lauschen! Die Liebe zu Virtuosität und Klang findet sich in jeder der hier gebannten Kompositionen auf einem Niveau wieder, das einfach begeistern muss! Meinen aufrichtigen Respekt für dieses Album!“
Maik Krahl (trp) / Constantin Krahmer (p) / Matthias Akeo Nowak (b) / Dominik Raab (dr)

Ab 21:00 Uhr vertraut Peter Fessler kompromisslos der eigentlichen Universalsprache des Vocal-Jazz, dem Scat-Vocalism-Sound, und überlässt sich magischen Momenten improvisatorischer Trance. „Virtuosität soll nicht zum Selbstzweck werden“, sagt er. Er will nicht verblüffen, sondern berühren. Nach seinen spektakulären Duetten mit Al Jarreau in Montreux ist der Sänger und Gitarrist auch in der internationalen Jazz-Szene zu einem Begriff geworden. Jazz-Giganten wie Bobby McFerrin, Randy Crawford, Toots Thielemans und viele andere gaben ihm den künstlerischen Ritterschlag.

Im Blue Note Hotel am Stadtpark, Klotzstraße 22, geben sich gegen 22:15 Uhr die Jazzfreunde Three of a Kind die Ehre! Drei einer Art – das gilt im Besonderen für die drei musikalischen Freunde, die sich im Laufe ihrer langen Karrieren immer wieder in den verschiedensten Besetzungen begegnet sind und auch hoffentlich weiterhin begegnen werden. ...spontan, spannend und kreativ...
Axel Fischbacher (guit) / Konstantin Wienstroer (b) / Peter Baumgärtner (dr)

Am Samsatg, den 18. Juni wird es drei Radioproduktionen im Foyer der Stadthalle, Fritz-Gressard-Platz 1, 40721 Hilden geben.
Um 18:30 Uhr startet eine der in Europa außergewöhnlichsten Big Bands, das FUCHSTHONE Orchestra. Dieses herausragende Ensemble vereint 22 vielfach ausgezeichnete Musiker:innen und steht für einen aktuellen, orchestralen Sound, der genrespezifisch über bisherige Grenzen hinausweist und die Zuhörer:innen auf eine spektakuläre Klangreise mitnimmt. Die beiden Komponistinnen Christina Fuchs und Caroline Thon sind seit langem führende Vertreterinnen für den aktuellen, großformatigen Jazz.

Das Daniel Garcia Trio wird das Publikum ab 20:30 Uhr in die Welt der spanischen Musik führen. Entlang der alten Silberstraße versetzt der junge spanische Pianist die traditionelle Musik des Mittelmeerraums und Nordafrikas in einen neuen rhythmischen und melodischen Kontext – Musik zum intensiven Eintauchen.
Michael Olivera (dr) / Daniel García (p, ep, synth) / Reinier Elizarde "El Negrón“ (b)

Der krönende Abschluss am Samstagabend wird gegen 22:00 Uhr das Konzert der in NYC lebenden italienischen Jazz Lady Roberta Gambarini mit ihrem hochkarätig besetzten Quartett sein.
Roberta Gambarini (voc) / Kirk Lightsey (p) / Ameen Saleem (b) / Mario Gonzi (dr)

In diesem Jahr erstmalig, finden die drei Konzerte am Sonntag, den 19. Juni im wunderbaren Park des Haus Horst statt.
Ein Groovegebräu aus Funk Jazz und Prog-Rock präsentiert um 14:30 Uhr der bekannte Bassist und Komponist Jan Kazda mit seiner top besetzten Band.
Jan Kazda (eb, lead) / Jörg Lehnardt (guit, soundsccapes) / Jürgen Dahmen (ep) / Thomas Alkier (dr)

Gegen 16:00 Uhr gibt es karibische Klänge mit der jungen Formation Los Pipos, die ihre Freude am Musizieren, Lachen und Leben mit ihrem Publikum teilen will. Im Fokus stehen lateinamerikanisches Liedgut und jede Menge karibische Lebensfreude.

Der formidable finale Abschluss und für alles Jazzfans ein unbedingtes “Muss“ ist gegen 17:30 Uhr das Konzert der Ausnahmeformation „Stream“ des Posaunisten und Komponisten Christophe Schweizer. Am Schlagzeug fungiert einer der wichtigsten schwarzen US Drummer: Mr. Billy Hart. Mit 82 Jahren ist Billy unverändert aktiv – auf der Bühne, wie als Lehrer, der mehreren Generationen von Studenten die Geisteswelt des Jazz vorlebt wie kaum ein zweiter.
Christophe Schweizer (tb) / Johannes Enders (sax) / Florian Weber (p) / Joris Teepe (b) / Billy Hart (dr)

Peter Baumgärtner wünscht allen Gästen: “Viel Freude beim Vermehren der musikalischen Einsichten!“

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