www.neanderticket.deSamstag, 21. August 20.30 Uhr

Joo Kraus & BandWDR3We’re doing well.

Das ist erst mal ein ziemlich breitschultriges Statement – speziell in diesen Zeiten. Aber wie immer kommt es auf den Kontext und den Absender an. Und der ist hier eben Joo Kraus. Ein Musiker, der am liebsten Genregrenzen und Stiletiketten auflöst und Musik so macht, wie er lebt: frei und fühlend. Gut möglich also, dass das Album ein paar Extra-Dimensionen birgt. (Spoiler: Ja, tut es.)

Vier Jahre ist es her, seit Joo Kraus mit dem Album JooJazz anklingen ließ, wohin er musikalisch unterwegs ist: Von seinem Heimatplaneten Jazz aus geht er auf immer ausgedehntere Entdeckungsreisen, um jenseits jeder Crossover-Orthodoxie mit Sternschnuppen aus anderen Galaxien zu spielen – heißen sie nun Soul, Funk, Pop, Latin oder Elektro. Die Musik, die Joo von diesen Reisen mitbrachte, war schon auf JooJazz ein ohrenöffnendes Ereignis. Doch We’re doing well öffnet den Horizont noch weiter: In den 10 Songs lässt er einfach alle Kategorieleinen los, überlässt sich dem Flow – und findet dabei vielleicht eine neue Heimat, weil er sie nicht gesucht hat: grenzenlos spielfreudig, virtuos vogelfreiwild und absichtslos tiefsinnig. Willkommen in Jootopia.

We’re doing well kommt aufs erste Reinhören ganz schön gut gelaunt daher – ja, es geht uns verdammt gut hier: mit diesen oldschooligen funky Beats und Riffs, dieser federleicht intonierenden Trompete, die so virtuos ist, dass sie es nicht mehr beweisen braucht, mit diesen freestyligen, halb gerappten und halb gesungenen Vocals, und mit Arrangements, die zwischen freier Assoziation, Experimentierlabor und musikhistorischem Fundus klingen, als seien sie einfach so passiert.

Das alles ist eindeutig und entschieden unkommerziell – doch zugleich immens unterhaltsam und eingängig. Wie das möglich ist? „Große Freiheit“, sagt Joo einfach. Und ergänzt: „Die Songs sind diesmal noch freier geworden, weil wir uns noch weniger drum scheren, ob das in irgendeinem Radio gespielt wird oder sonst in kein Format passt.“

Wir – das sind wie immer seine Mitmusiker seit 16 Jahren und zugleich beste Freunde: Schlagzeuger Torsten Krill, der auch für Produktion, Recording, Mixing und Mastering (mit)verantwortlich zeichnet, Kontrabassist Veit Hübner und Pianist Ralf Schmid. Den größten Hut hat Joo Kraus selbst auf – Trompete und Gesang gehen ebenso auf seine Kappe wie Gitarren- und einige Keyboard-Parts sowie Text und Komposition. Wobei hier auch die Band erheblich mit im Boot war: „Bei manchen Stücken hatte ich zunächst nur ein paar Töne, und dann entstand im Studio oldschool-bandmäßig der Song. Wenn wir so zusammen spielen, wird’s richtig elektrisch, und es passiert etwas, das über uns vier hinausgeht“, erzählt Joo.

Das, was darüber hinausgeht, ist es vielleicht auch, was We’re doing well über die gut gelaunte Frontseite hinaushebt: Jeder Song hat seine eigene Dynamik, weckt Imaginationen und führt an durchaus seltsame Orte. Bei „Count to 4“ geht’s mit Vollgas ins Hippie-Speedjazz-Wah-Wah-Wonderland – mit Frank Zappa als Beifahrer und 70er-Progrock im Radio. „Elvis in Paris“ dagegen gleicht einer Spazierfahrt durch Toontown – die Häuser schief, die Straßen krumm, das Leben bunt und ziemlich schräg. Und das ist erst der Anfang der Sightseeing-Tour durch Jootopia: Mit „Space Glider“ verlassen wir endgültig alles Feste und Gewisse. Orientfarbene Melodiefragmente fließen durch uns hindurch, vergessene Träume tauchen am Wegesrand auf, eventuell startet so eine Pilgerfahrt ins Unterbewusstsein ... are we really doing well?

Hier und jetzt und das Album hörend: Aber ja! Nach dem urban-untergründig mäandernden „Jootopia“ gibt es ein tiefes, friedvolles Ausatmen mit „Love“ – warm und melancholisch interpretiert von Fola Dada.

Und schließlich der titelgebende Song: „We’re doing well“: Okay, das ist tatsächlich ein Statement – auch musikalisch. Startet cool, breitet sich dann überraschend aus und durchmisst in vier Minuten mehrere Jahrzehnte und Stimmungslagen. So mehrdeutig wie der Sound ist auch die Botschaft: „Klar, einerseits geht’s uns wirklich gut – aber viele Menschen, auch ich selbst, neigen auch dazu, sich in ihre heile kleine Welt zurückzuziehen, obwohl da draußen schon längst der Hurrikan tobt. Oder vielleicht auch nicht?“

Joos Frage bleibt unbeantwortet im Raum. Sicher ist eh nichts. Außer vielleicht: Solange wir Musik wie die auf We’re doing well hören dürfen, geht es uns in jedem Fall viel, viel besser.

Line-Up:
Joo Kraus - Gesang, Trompete, Live-Elektronik
Ulf Kleiner - Keyboards
Veit Hübner - Bass
Torsten Krill - Schlagzeug

Pressestimmen:

Zum neuen Album „WE ARE DOING WELL“:
„Der Beweis, dass Musik auch in schwierigen Zeiten Spaß machen darf.“ Deutschlandfunk Kultur
"Sein Heimathafen ist der Jazz, doch von dort aus unternimmt er Ausflüge in die unterschiedlichsten Grenzgebiete in Richtung Latin, Funk, Hip Hop und Elektro." WDR3

„Joo Kraus ist schon seit den 90er Jahren zuständig für die stilübergreifende und (meistens) gut gelaunte Fusion des Jazz mit HipHop, Funk, Soul, Drum’n’Bass, Elektro und, ja, auch Pop.“ hr2-kultur, „Hörbar“

„Wer zu Beginn des zweiten Corona-Jahres ein neues Album «We Are Doing Well» nennt (also: Uns geht's gut) - der hat schonmal aus Prinzip einen Pluspunkt gewonnen. Und wenn dann die Musik so unverschämt gute Laune im Lockdown macht wie die von Joo Kraus, dann schon gleich zwei.“ dpa

„Einer der besten Trompeter des deutschen Jazz lässt Corona ein mieses kleines Virus sein und sich die Laune davon nicht verderben. Joo Kraus überträgt diesen Trotz mit coolen Crossover-Sounds auch auf seine Hörer.“ stern.de
„Kraus ist ein bewährter Gute-Laune-Garant im Grenzbereich von Jazz, Funk, Rock, Worldmusic und Pop.“ t-online.de
„Jazz-Crossover von Joo Kraus – Ein Gute-Laune-Garant“ Hamburger Abendblatt

„Einer der besten Trompeter des deutschen Jazz…“ Volksstimme

„Auf „We Are Doing Well“, das mit dem von Fola Dada wunderbar weich gesungenen „Love“ auch eine melancholische Ballade enthält, lässt Kraus nun erneut jedes Schubladendenken hinter sich.“ Die Rheinpfalz

„Bei Joo Kraus weht ein Wirbelsturm durchs Wohnzimmer […]“ Jazzthing

„[…]mal smooth, schwebend oder schneidig, mal fett, funky oder abgefahren freestylig, der beseelte Sound der vier Herren alles in allem im positiven Sinne ansteckend und in die Beine gehend.“ Jazz Podium

„Während der zehn Kompositionen manifestiert sich deutchlich, dass Kraus allein von s(einem) Flow angetrieben ist und sich zusammen mit seinen langjährigen Mitmusikern keinen Deut um stilistische Grenzen kümmert“ Jazz’n’More

„„We Are Doing Well“? Ganz sicher sogar, solange es Platten wie diese gibt, die feinste, optionale Unterhaltung mit gedanklichem Mehrwert bieten.“ Sonic

„Dass der 54-Jährige mit Spaß bei der Sache ist, hört man in jeder der zehn Nummern von „We Are Doing Well“. Dass das durchaus ansteckend ist, lässt sich am entfesselten Spiel der Band ablesen.“ General-Anzeiger Bonn

„Jazz allein war dem Trompeter nie genug. Auf seinem neuen Soloalbum „We Are Doing Well“ setzt der 1966 geborenen Ulmer diesen Weg konsequent fort.“ Schwäbische Zeitung

„Joo Kraus gehört zu den Jazzern, denen es immer wieder gelingt, weder nach Musikhochschule noch nach Jam-Session-Behaglichkeit zu klingen. Was wahrscheinlich daran liegt, das Jazz bei Ihm nicht das Wiederkäuen des Alten, sondern das Auskosten des Neuen bedeutet […]“ Südwest Presse

„Ein Stimmungsaufheller in finsteren Zeiten: „We Are Doing Well“ von Joo Kraus.“ Osnabrücker Zeitung
„Ein Gute-Laune-Garant…“ shz

„Wohlfühlmusik muss nicht gleich die Untergrenze des Niveaus erkunden. Kraus führt den Beweis.“ Lüdenscheider Nachrichten
„Sie sind losgelöst von Zeit und Raum, entwickeln eine ansteckende Dynamik– da ist die Rede von „Hippie-Speedjazz-Wah-Wah- Wonderland“. Ja, passt.“ tip – Pinneberger Tageblatt

„„Willkommen in Jootopia“, […] Wer etwas für sein seelisches Wohlbefinden nach einem miesen Pandemie-Winter tun will, könnte Schlechteres tun, als die Einladung anzunehmen.“ Westfälische Nachrichten

„Ein Cocktail […], gemischt, geschüttelt und in den besten Momenten der zehn Songs auch ziemlich rührend“. Illertisser Zeitung

Zur Single „We Are Doing Well“:
„(…) Mutmachstück in schwierigen Zeiten“ SWR2

Zum Album „JooJazz“:
„Alle Songs sind Blitzeinfälle des gebürtigen Ulmers, wahnwitzige Ideen, die einem kommen, wenn man den Kopf um 360 Grad dreht. Ein druch und durch sinnliches Vergnügen.“ Jazzthing

„In all seinen Projekten zeigte sich Joo Kraus als Grenzgänger, der neugierig verschiedenste Stile mit dem Jazz paarte, was sich beim neuesten Album „JooJazz“ nicht geändert hat. Mit dem Jazz als Fundament lässt er HipHop, TripHop, Pop, Rock, Soul, Electro und Latin in die 13 neuen Stücke einfließen.“ Jazzpodium, Coverstory mit Interview

“Die Platte “JooJazz” sprudelt nur so von Ideen, leuchtet in vielen Farben, ist ein aberwitziges Musikabenteuer.” Badische Neueste Nachrichten

„Es ist ein Beispiel kraftvollen, ja beseelten Zusammenspiels, angeführt von Kraus an der Trompete. Der hat ebenso viel Spaß am Tun wie seine Musiker, die ausnahmslos größte Spielfreude ausstrahlen und nicht selten lächeln.“ Gießener Allgemeine
„Bei Simon and Garfunkles „Sound of Silence” und Sades “Smooth Operator” kochte die Hütte derart, dass es einige Zuhörer nicht mehr auf ihren Stühlen hielt und sie begeistert tanzten. Stehende Ovationen und umjubelte Zugaben krönten einen beeindruckenden Jazzabend.“ Stader Tageblatt

„Rappelvolles Haus beim Trompeter Joo Kraus in Quartettbesetzung, die dem begeisterten Publikum zu Gehör bringt, dass Jazzmusik ihren Anfang aus der Bewegung in Beinen und Hüfte hatte. Ehrwürdige Swing- und Marchingband-Tradition trifft in dieser Musik auf den aktuellen Sound der Straße. Und ja doch, Jazz kann und darf immer auch noch ziemlich viel Spaß machen.“ Schorndorfer Nachrichten